BiografieNan Goldin, geboren 1953, gilt als eine der einflussreichsten Dokumentarfotografinnen des späten 20. Jahrhunderts. Sie wächst in Boston auf. Nach dem Selbstmord ihrer Schwester 1965 beginnt Goldin mit dem Fotografieren, um ihre Erinnerungen unauslöschlich zu machen. Nach dem Studium an der School of the Museum of Fine Arts und an der Tufts University in Boston wechselt sie zur Farbfotografie. 1974 entsteht Goldins erstes Ausstellungsprojekt an der Universität in Cambridge. 1977 schließt sie ihr Studium ab und zieht ein Jahr später nach New York. Ihr Freundeskreis, dem sie als Familienersatz große Bedeutung beimisst, liefert die Motive für Goldins Bilder in den späten 1970er und frühen 80er Jahren. 1988 muss Goldin sich einem Drogenentzug unterziehen und beginnt dabei mit einer Serie von Selbstportraits, in denen sich ihre emotional erlebte Situation deutlich widerspiegelt. Durch den Verlust mehrerer Freunde in den folgenden Jahren aufgrund von AIDS-Infektionenen rücken Anfang der 1990er Jahre wieder andere Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Goldin verbringt auf Einladung des DAAD ein Jahr in Berlin und wird 1995 am Institute of Contemporary Art in Boston zusammen mit Künstlerkollegen als Teil der neuen „Boston School" ausgestellt. Bereits ein Jahr später wird ihr eine Retrospektiv-Ausstellung im Whitney Museum of American Art in New York gewidmet. Goldin lebt und arbeitet in Paris. |
