Paul Graham


(1956 in Großbritannien geboren) wurde für seinen Bildband „a shimmer of possibility“ (steidlMACK, Oktober 2007) nominiert. Grahams Installation umfasst eine Auswahl von Bildern aus „a shimmer of possibility“, die während einer Reise durch die USA zwischen 2004 und 2006 entstanden. Die Arbeiten erschienen erstmalig in Form einer 12-bändigen Publikation, wobei die Anzahl der Bilder zwischen einem und sechzig Fotos je Buch variiert. Grahams ruhige fotografische Momente finden besonderen Gefallen an alltäglichen Situationen, wie etwa einem Basketballspiel oder das Warten auf den Bus. Sie fungieren als „filmische Haikus“, kleine Bäche aus Zeit, in denen nicht viel passiert, aber alles im Strom des Lebens glitzert.

Emily Jacir


(1970 in Kuwait geboren) wurde für ihre Ausstellung „Material for a Film“ ( seit 2004) auf der Venedig Biennale 2007 in die Shortlist aufgenommen. „Material for a Film“ verfolgt das Leben des palästinensischen Intellektuellen Wael Zuaiter, der 1972 von israelischen Agenten in Rom ermordet wurde. Als offene Multimedia-Installation konzipiert, wird Zuaiters Leben mithilfe von Fotografien, Filmausschnitten, Landkarten und Textdokumenten wie Zeitungen, Notizen und Briefen erzählt. Eine Auswahl der Arbeiten aus der Installation in Venedig wird jetzt als Teil des Photography Prize präsentiert. Das Projekt spiegelt Jacirs anhaltendes Interesse an Themen wie historische Amnesie, Wiederstand und der Logik von Archiven wider.

Tod Papageorge


(1940 in den USA geboren) wurde für seine Ausstellung „Passing Through Eden: Photographs of Central Park“ in der Michael Hoppen Galerie, London ( 7. März – 12. April 2008) in die Shortlist aufgenommen. Tod Papageorges Bilder in „Passing Through Eden“ sind eine poetische Studie des Central Park, entstanden während seines Aufenthalts in New York zwischen 1966 und 1991. Ausgestattet mit einer Mittelformatkamera, tauchte Papageorge in das frei fließende Parkleben ein, um ein möglichst breites Spektrum menschlicher Aktivitäten einzufangen. Nachträglich orientierte sich Papageorge an der Genesis, um dem Buch und der Ausstellung seiner Arbeit eine sequenzielle Ordnung zu verleihen. Die in der Ausstellung gezeigten Bilder sind eine kleine, aber bezeichnende Auswahl aus einem viel breiteren fotografischen Werk.

Taryn Simon


(1975 in den USA geboren) wurde für ihre Ausstellung „An American Index of the Hidden and Unfamiliar“ in der Photographers’ Gallery, London (28. August – 29. November 2007) nominiert. Für „An American Index of the Hidden and Unfamiliar“ (2003-2007) führt Simon eine Bestandsaufnahme dessen durch, was innerhalb der amerikanischen Grenzen versteckt und außer Sichtweite liegt. Die duale Rolle des scharfsinnigen Informanten und des Kuriositätensammlers einnehmend, begutachtet sie eine Kultur mithilfe der sorgfältigen Überprüfung diverser Subjekte aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen, Unterhaltung, Umwelt, Sicherheit und Religion. Simon kreiert eine Sammlung von Werken, die eine nationale Identität reflektieren und bloßlegen, wobei sie die Kluft zwischen denjenigen, die Zugang dazu haben und denen, die ihn nicht haben, aufzeigt.
 
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