Leonard Freed . Weltanschauung


19. Juli bis 5. Oktober 2008

„Je mehrdeutiger eine Fotografie ist, umso besser ist sie. Andererseits wäre sie Propaganda.” Leonard Freed                                  

Oft sind Fotografen Sprinter. Sie fangen ihre Motive schnell ein, um sich dann neuen Zielen hinzuwenden. So betrachtet ist Leonard Freed ein Langstreckenläufer, der seine Projekte über große Zeitspannen verfolgt hat. Seine Fotoreportagen haben Jahre bis zu ihrer Reifung in Anspruch genommen. Es ist sein ruhiger, respektvoller Blick auf das Leben und den Menschen, der fasziniert und die visuelle Kraft seiner prägnanten Langzeitstudien ausmacht. Diese dokumentieren eine Haltung, die am Besten mit „Concerned Photo­graphy" beschrieben werden kann. Denn in Freeds Fokus standen nicht Stars, Katastrophen oder Spektakuläres, sondern alltägliche Situationen, sensible Porträts von Menschen in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Zusammenhängen.
 
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