|
Freitag, 16.07.2010 12.15 Uhr . Panel 1
Blogs, Feeds, Web 2.0 - die Zukunft des Fotojournalismus nach der digitalen Revolution.
Mit Andrea Gothe, Bildchefin, stern, Gruner + Jahr, Hamburg; Thomas Hoepker, Fotograf, MAGNUM Photos, New York; Andréa Holzherr, Kuratorin und Ausstellungsmanagerin, MAGNUM Photos, Paris; Holger Liebs, Chefredakteur, Monopol, Berlin; Peter Littger, Redaktionsdirektor, KircherBurkhardt GmbH, Berlin Moderation Markus Peichl, Vorsitzender der LeadAcademy für Medien, Hamburg
Der klassische Fotojournalismus benötigte viel Zeit und Geld für Themenauswahl, Recherche, Umsetzung und Publikation. Das Zusammenspiel von Fotografen, Bildagenturen und Herausgebern bestimmten Qualität, Zeitpunkt und Preis der Veröffentlichungen. Heute brechen Demokratisierung, Enthierarchisierung und Beschleunigung der Medienlandschaft durch das Internet zunehmend gewachsene Arbeitsprozesse auf. Professionelle Fotojournalisten konkurrieren mit Amateuren weltweit um aktuelle Bilder und gesellschaftsrelevante Themen, Verlage schrumpfen und die Marktkräfte verschieben sich. Gleichzeitig steigt der Bedarf an visuellen, vor allem multimedialen Inhalten enorm. Das Panel diskutiert die Veränderungen im Fotojournalismus mit seinen Chancen und Risiken.
|
|
|
Freitag, 16.07.2010 15 Uhr . Panel 2
Bilder für alle! Das Ende des Copyrights?
Mit Frank Briegmann, President Universal Music Germany, Austria, Switzerland und Deutsche Grammophon, Berlin; Prof. Dr. Jan Hegemann, Rechtsanwalt, Sozietät Raue L.L.P, Berlin; Dr. Gerhard Pfennig, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied VG Bild-Kunst, Bonn; Christian von Borries, Künstler, Berlin; Maurice Weiss, Fotograf, OSTKREUZ, Agentur der Fotografen, Berlin Moderation Ulli Michel, Geschäftsführer U.M. Media Corps, München
Nennung des Urhebers, Besitz der Rechte am Bild sowie der Negative und somit bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Fotografen – vor über 60 Jahren begründete die Fotografenagentur MAGNUM das, was uns heute als Copyright am Bild vertraut ist. Nur haben sich durch Digitalisierung und Internet die Vervielfältigung und Distribution heute radikal geändert. Ursprünglich als Schutzrecht gegen Missbrauch konzipiert, wird das Copyright des „genialen“ Schöpfers zunehmend – bewusst oder unbeabsichtigt – in der digitalen Alltagswirklichkeit von Nutzern weltweit missachtet. Ist verlustfreies Kopieren ein Zugewinn an Freiheit oder eine Einschränkung künstlerischer Verfügungsgewalt? Drohen Einnahmenverluste oder ergeben sich neue Möglichkeiten? Dieses Panel erörtert politische und rechts-theoretische Lösungen zur Copyright-Problematik.
|
|
Samstag, 17.07.2010 12 Uhr . Panel 3 (engl.)
Vintage-Prints oder Screens an der Wand.
Fotoinstitutionen zwischen Bewahren und Vermitteln
Mit Pim Baxter, Director of Communications and Development, National Portrait Gallery, London; Roberto Koch/ Alessandra Mauro, Direktoren, Forma/ Contrasto, Mailand; Marloes Krijnen, Direktorin, FOAM, Amsterdam; Christopher Phillips, Kurator, International Center of Photography, New York; Urs Stahel, Direktor, Fotomuseum Winterthur, Schweiz Moderation Florian Ebner, Direktor, Museum für Photographie Braunschweig
Diapositiv oder Negativ, Vintage Print oder Modern Print – diese Begriffe beschäftigen bis heute die Ausstellungsmacher. Fragen nach dem fotografischen Original und seiner Aura bleiben im Zuge von Digitalisierung und Massenreproduktion allerdings immer häufiger unbeantwortet. Wird es in Zukunft vielleicht nur noch Ausstellungen mit Modern oder Exhibition Prints geben und keine Ausstellungen mehr mit historischem Material und wertvollen Handabzügen aus Privatbesitz? Gleichzeitig eröffnen die „lens based media“, künstlerische Arbeiten auf der Basis von projiziertem und bewegtem Bild, den Museen und Ausstellungshäusern ganz neue Inhalte und Präsentationsformate. Analog oder digital – die Qualität ist entscheidend? Und was gewinnt der Besucher, was bleibt auf der Strecke? Im Panel diskutieren Vertreter internationaler Institutionen die neuen Perspektiven des Mediums Fotografie und deren Auswirkungen auf die aktuelle und zukünftige Museums- und Ausstellungspraxis.
|
|
Samstag, 17.07.2010 15 Uhr . Panel 4
Das Foto - zwischen Unikat und Massenware.
Die Preis- und Wertbildung auf dem Kunstmarkt
Mit Beate Gütschow, Künstlerin, Berlin; Simone Klein,Leitung Europäische Fotografie, Auktionshaus Sotheby's, Köln; Luminita Sabau, Sammlungsleiterin, DZ Bank Kunstsammlung zeitgenössischer Fotografie, Frankfurt; Ivo Wessel, Sammler, Berlin Moderation Dr. Lisa Zeitz, Journalistin, FAZ, Cicero, Berlin
Aufgrund ihrer Reproduzierbarkeit unterliegt die Fotografie seit jeher einer gewissen Skepsis auf dem Kunstmarkt. Vintage-Prints, unlimitierte Editionen oder Unikate – die Kategorisierung fotografischer Abzüge, deren Herkunft sowie Dokumentation und somit ihrer Bewertung unterliegen speziellen Regeln. Wie jedoch wird der Marktwert und Kaufpreis einer Fotografie festgelegt? Aus welchen Akteuren setzt sich der internationale Kunstmarkt für Fotografie zusammen? Das Panel erörtert die unterschiedlichen Spielarten und Grenzen dieses Mediums als „Objet du désir“ zwischen Begeisterung, Konsum und Spekulation.
|
|
Samstag, 17.07.2010 19 Uhr . Panel 5
Papier als Datenträger - das Ende des Fotobuchs?
Mit Thomas Demand, Künstler, Berlin; Gerhard Steidl, Verleger, Steidl Verlag, Göttingen Moderation Walter Keller, Freier Kurator, Autor und Galerist, Zürich
Seit über tausend Jahren ist Papier der Informationsträger schlechthin – für Schrift, Bild und natürlich auch Fotografie. Fotobücher sind Meisterwerke des Designs und der Bildauswahl, sie unterliegen einer besonderen Konzeption und Intention. Zudem sind sie mit dem Schwinden von Fotostrecken in Magazinen und Zeitschriften eine der wichtigsten Präsentationsformen für Fotografen. Mit dem Angebot von digitalen Büchern und Applications wird sich das Medium Fotobuch noch stärker ändern – von der kurzfristigen Publikation hin zum raren Sammlerobjekt. Das Panel stellt wichtige internationale Akteure vor und hinterfragt die heutige Rolle des Fotobuches. |
|
|
|
|
|