Pepa Hristova (geboren 1977) Auf der Suche nach einem europäischen Werteverständnis nähert sich die Fotografin Pepa Hristova in poetischen Fotografien den Muslimen in ihrem Heimatland Bulgarien. Ihre inszenierten Porträts sowie Momentaufnahmen von religiösen Feierlichkeiten wie Hochzeiten oder Beschneidungsfesten durchbrechen die Sprachlosigkeit einer nationalen Minorität. Sie dokumentiert die Gefühle, Sehnsüchte und Ängste der Abgebildeten und spiegelt so die Identität und Entwurzelung, Würde und Werte dieser Bevölkerungsgruppe am Rand der Europäischen Union wider. Stilistisch verbindet Hristova subjektive mit journalistischer Fotografie. Die festgehaltenen Momente zeigen die Porträtierten verharrt in einem verinnerlichten Zustand, abgetrennt von der jeweiligen Umgebung und Gemeinschaft. Das Thema der Isolation wird durch bewusst gesetztes Licht zur Hervorhebung der Porträtierten auch in der Bildkomposition aufgegriffen und verstärkt. Mit dieser Konzentration auf das Individuum betont Hristova dessen Verletzlichkeit, die ohne den schützenden Boden der Gemeinschaft deutlicher zum Vorschein gebracht wird.
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